
KI-Betrug ist zum prägenden Problem der modernen Bildung geworden. Schüler nutzen ChatGPT zum Schreiben von Aufsätzen. Sie nutzen Wolfram Alpha zum Lösen von Matheaufgaben. Sie verwenden unzählige Werkzeuge, um Arbeiten zu erstellen, die wie ihre eigenen aussehen, es aber nicht sind. Und Lehrkräfte sind erschöpft.
Die Standardreaktion war Erkennung: Plagiatsprüfer, KI-Schreibdetektoren, Überwachungssoftware. Aber Erkennung ist ein aussichtsloser Kampf. Jedes neue Erkennungstool führt zu neuen Umgehungstechniken. Es ist ein Wettrüsten ohne absehbares Ende.
Was wäre, wenn es einen besseren Ansatz gäbe? Was wäre, wenn wir Bewertungen so gestalten würden, dass KI irrelevant wird, anstatt zu versuchen, KI-generierte Arbeiten zu erkennen?
Genau darüber werde ich beim Webinar der Immersive Practitioners' Community von Pearson am Donnerstag, 26. Februar 2026 sprechen. Wenn Sie eine britische Lehrkraft sind und sich dafür interessieren, wie immersive Technologie die Bewertung transformieren kann, würde ich mich freuen, wenn Sie dabei wären.
Veranstaltungsdetails
- Datum: Donnerstag, 26. Februar 2026
- Uhrzeit: 15:30 bis 17:00 Uhr (UK)
- Format: Online-Webinar mit Fragerunde
- Zielgruppe: Britische Lehrkräfte aus Schulen, Berufsschulen und Hochschulen
- Kosten: Kostenlos
Was wir behandeln werden
Das Webinar vereint Pearsons neueste Forschung zu GenAI und Bewertung mit praktischen Einblicken von WhimsyLabs zur Implementierung VR-basierter Bewertungen in echten Klassenräumen. Die Sitzung beinhaltet:
- Pearsons GenAI-Forschung: Was die Daten über die Auswirkungen von KI auf die Bewertungsvalidität aussagen
- Best Practices für VR-Bewertung: Wie man Bewertungen in immersiven Umgebungen gestaltet und implementiert
- Offene Diskussion: Erfahrungen und Herausforderungen mit anderen Lehrkräften teilen
Warum prozessorientierte Bewertung alles verändert
Traditionelle Bewertung fragt: „Was hat der Schüler produziert?" Dies schafft ein grundlegendes Problem im KI-Zeitalter. Wenn Sie nur das Endergebnis betrachten, können Sie nicht unterscheiden, ob ein Schüler den Stoff versteht oder ob er ChatGPT effektiv genutzt hat.
Prozessorientierte Bewertung stellt eine andere Frage: „Was hat der Schüler tatsächlich getan?"
In einer virtuellen Laborumgebung können wir diese Frage präzise beantworten. Wenn ein Schüler eine Titration in WhimsyLabs durchführt, erfassen wir alles: Hat er die Bürette vor dem Befüllen gespült? Hat er den Indikator in den Erlenmeyerkolben gegeben? Hat er sich dem Endpunkt langsam genähert und tropfenweise hinzugefügt? Hat er seine Messwerte genau notiert?
Dabei geht es nicht um Überwachung. Es geht darum, die Fähigkeiten zu erfassen, die in der naturwissenschaftlichen Bildung wirklich wichtig sind. Ein Schüler, der die Schritte einer Titration aufsagen kann, hat keine Kompetenz nachgewiesen. Ein Schüler, der eine Titration korrekt durchführen kann, mit angemessener Technik und Präzision, hat echte praktische Fähigkeiten demonstriert.
Die Forschung hinter prozessorientierter Bewertung
Das ist nicht nur Theorie. Ein aktueller Artikel in Frontiers in Education (Alkouk & Khlaif, 2024) untersuchte KI-resistente Bewertungen in der Hochschulbildung. Die zentrale Erkenntnis: Wenn Sie Schüleraktionen statt nur Endergebnisse erfassen, schaffen Sie Bewertungen, die von Natur aus robust gegen KI-Unterstützung sind.
Warum? Weil KI über Titrationen schreiben kann. KI kann die Schritte beschreiben. KI kann sogar realistisch aussehende Datentabellen generieren. Aber KI kann keine Titration durchführen. Sie kann keine korrekte Technik demonstrieren. Sie kann nicht das prozedurale Wissen zeigen, das aus der Praxis kommt.
Wenn sich die Bewertung auf den Prozess konzentriert, wird die Frage „Hat er KI verwendet?" weniger relevant. Was zählt, ist: Kann er es tun?
KI irrelevant machen, nicht unsichtbar
Lassen Sie mich klarstellen: Das Ziel ist nicht, KI aus der Bildung zu verbannen. KI-Tools sind gekommen, um zu bleiben, und Schüler sollten lernen, sie effektiv zu nutzen. Das Ziel ist, Bewertungen zu gestalten, die das bewerten, was uns wirklich wichtig ist.
In der naturwissenschaftlichen Bildung liegt uns praktische Kompetenz am Herzen. Wir wollen Schüler, die sicher mit Geräten umgehen können. Wir wollen Schüler, die verstehen, warum jeder Schritt eines Verfahrens wichtig ist. Wir wollen Schüler, die Probleme lösen können, wenn etwas schiefgeht.
Virtuelle Labore mit ihrer vollständigen Prozesssichtbarkeit ermöglichen es uns, genau diese Fähigkeiten zu bewerten. Nicht anstelle der traditionellen Bewertung, sondern als Ergänzung dazu. Schriftliche Arbeiten haben nach wie vor ihren Platz. Aber praktische Fähigkeiten verdienen eine Bewertung, die tatsächlich praktisches Können erfasst.
Wie das in der Praxis aussieht
Im Webinar werde ich konkrete Beispiele für prozessorientierte Bewertung in der Anwendung zeigen:
- Technikbewertung: Wie die KI von WhimsyLabs praktische Technik in Echtzeit bewertet
- Kompetenzverfolgung: Verbesserung über mehrere Versuche hinweg messen, nicht nur die Endleistung
- Fehleranalyse: Verstehen, wo Schüler Schwierigkeiten haben und warum
- Lehrer-Dashboards: Lehrkräften Einblick in die Entwicklung praktischer Fähigkeiten geben
Ich werde auch die Herausforderungen besprechen, denen wir begegnet sind, und wie wir sie bewältigt haben. Prozessorientierte Bewertung ist keine Wunderlösung. Sie erfordert durchdachte Umsetzung und klare Kommunikation mit den Schülern darüber, was bewertet wird und warum.

Wer teilnehmen sollte
Dieses Webinar richtet sich an britische Lehrkräfte, die:
- Sich Sorgen über die Auswirkungen von KI auf die Bewertungsvalidität machen
- Neugierig auf immersive Technologie in der Bildung sind
- Praktische Ansätze für authentische Bewertung suchen
- Naturwissenschaftliche Fächer auf jeder Stufe unterrichten
- An Lehrplangestaltung oder Bewertungsrichtlinien beteiligt sind
Sie benötigen keine Vorkenntnisse mit VR oder immersiver Technologie. Die Sitzung ist so gestaltet, dass sie für Lehrkräfte aller technischen Erfahrungsstufen zugänglich ist.
Nehmen Sie an der Diskussion teil
Das Beste an diesen Webinaren ist die Diskussion. Die Immersive Practitioners' Community von Pearson bringt Lehrkräfte aus ganz Großbritannien zusammen, die ernsthaft darüber nachdenken, wie Technologie dem Lernen dienen kann. Die Fragerunde ist immer reich an Erkenntnissen und praktischen Fragen.
Ich freue mich darauf zu hören, welchen Herausforderungen Sie gegenüberstehen und welche Lösungen Sie gefunden haben. Bewertung im KI-Zeitalter ist ein Problem, das wir alle gemeinsam bewältigen, und die besten Ideen kommen oft von Praktikern vor Ort.
Jetzt registrieren
Die Teilnahme am Webinar ist kostenlos, aber eine Registrierung ist erforderlich. Die Plätze können begrenzt sein, daher empfehle ich Ihnen, sich frühzeitig anzumelden, wenn Sie interessiert sind.
Ich hoffe, Sie dort zu sehen. Und falls Sie nicht teilnehmen können, aber mehr über prozessorientierte Bewertung in virtuellen Laboren erfahren möchten, können Sie sich gerne direkt an uns wenden. Wir sprechen immer gerne darüber, wie WhimsyLabs authentische Bewertung in Ihrer Schule oder Institution unterstützen kann.
Referenzen
- Alkouk, W.A., & Khlaif, Z.N. (2024). AI-resistant assessments in higher education: practical insights from faculty training workshops. Frontiers in Education, 9, 1499495. https://doi.org/10.3389/feduc.2024.1499495
- Pearson (2025). Assessment Evolved: Redefining Formative Assessment in a Generative AI Era. Pearson Insights
